Kurz gesagt: Den Fellwechsel beim Pferd unterstützen Sie am besten, bevor die ersten Haare fallen. Denn der Wechsel beginnt hormonell Monate vorher, und Nährstoffe erreichen das Haar nur in seiner Wachstumsphase.
In diesem Ratgeber erfahren Sie, wann der richtige Zeitpunkt ist und welches Zusatzfutter sich bewährt hat. Unser Tipp für fast jedes Pferd: Natusat Leinöl Premium.

Kaltgepresstes Leinöl aus Erstpressung, die Ergänzung, die wir im Fellwechsel grundsätzlich jedem Pferd empfehlen.
Wann beginnt der Fellwechsel beim Pferd?
Gesteuert wird der Fellwechsel über die Tageslichtlänge. Die Zirbeldrüse registriert, wie lang die Tage sind, und gibt das Signal zur Umstellung. Die Umstellung ins Winterfell startet hormonell schon ab dem 21. Juni. Wenn das alte Fell ausfällt, ist das neue fast fertig.
Unsere Fütterungsberatung empfiehlt deshalb: – für das Winterfell: Unterstützung ab etwa August – für das Sommerfell: Unterstützung ab Mitte Dezember bzw. Anfang Januar
Jetzt im Herbst ist das Winterfell meist schon gebildet. Die Fütterung kann Ihr Pferd aber begleiten, Reserven für den Winter aufbauen und den Frühjahrsfellwechsel vorbereiten.
Fellwechsel beim Pferd unterstützen: Was der Körper braucht
Ist der Fellwechsel für Pferde anstrengend? Ja, er zehrt an den Reserven. Der Bedarf an Mineralien, ungesättigten Fettsäuren und Protein steigt. Fell besteht zum Großteil aus Keratin, also aus Protein. Fehlen Reserven, holt sich der Körper die Bausteine anderweitig, zum Beispiel aus der Muskulatur. Ältere Pferde sind besonders gefordert.
Unser Grundsatz: Je ausgewogener die Fütterung zwischen den Fellwechseln, desto weniger muss zugefüttert werden. Heu und Wasser sind die Basis. Eine Heuanalyse zeigt, was Ihrer Ration wirklich fehlt. Ob zusätzliches Protein nötig ist, hängt vom Weidezugang und vom Heu ab. Im Sommer liefert das Gras meist genug. Im Winter, ohne Weide oder bei dünnem Heu, ist Protein eher knapp.
Welches Zusatzfutter im Fellwechsel?
Mineralfutter als Basis
Ein gutes Mineralfutter gehört das ganze Jahr in den Trog. Dr. Eilers Spezial enthält Vitamine, Mengen- und Spurenelemente, Zink, Mangan und Eisen als Glycinchelate sowie Biotin. Ob neben dem Mineralfutter noch etwas ergänzt werden sollte, hängt von Ration, Heuqualität und Blutbild ab. Mehr dazu im Ratgeber Mineralfutter.
Welches Öl im Fellwechsel?
Leinöl Premium liefert die Omega-3-Fettsäure ALA. Menge laut Shop: 3 ml je 100 kg Körpergewicht. Algen-Omega ergänzt die Omega-3-Fettsäure DHA, mit täglich 3 g je 100 kg Körpergewicht, also 15 g bei 500 kg. Im Fellwechsel kann die Menge in den ersten 10 Tagen verdoppelt werden.
Biotin und Protein
Biotin Plus Pellets kombinieren Biotin mit Zink und Kupfer als Chelat. Biotin Plus ersetzt kein Mineralfutter, mehr dazu im Ratgeber Biotin für Hufe. Fehlt Protein, etwa ohne Weide oder bei dünnem Heu, liefert AminoSat gezielt Aminosäuren. Bierhefe Naturell bringt B-Vitamine und lysinreiches Protein mit, 100–150 g je 500 kg.
Kräuter als Kur
Die Kräutermischung Natürlich Rein dient der ernährungsphysiologischen Unterstützung der Leberfunktion und des Stoffwechsels. Laut Shop eignet sie sich als 4- bis 6-wöchige Kur im Frühjahr und Herbst. Natürlich Rein enthält Ginkgo. Für tragende Stuten liegen zu Ginkgo keine Erfahrungswerte vor. Bitte halten Sie vor der Fütterung an tragende Stuten Rücksprache mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt, ebenso vor geplanten Operationen.
Für die nasskalte Übergangszeit gibt es Starke Abwehr mit traditionell eingesetzten Kräutern wie Echinacea, Hagebutte und Taigawurzel, ohne Zucker oder Melasse. Der Shop empfiehlt eine Fütterung über ca. 4 Wochen, nur kur- oder intervallweise. Wegen Echinacea gilt eine Karenzzeit von 48 Stunden vor Turnieren.
Fellwechsel unterstützen mit Zink: die Schaukelfütterung
Zink ist ein Baustein für den Hautstoffwechsel. Bei erhöhtem Bedarf eignen sich Zink Chelat plus mit 20.000 mg Zink je kg als Pulver und Zink pur Pellets mit 12.000 mg Zink je kg. Großpferde (ca. 500 kg) erhalten täglich 30 g, Ponys 10–20 g. Beide Zinkprodukte sind laut Shop ADMR-konform. Wir empfehlen die Schaukelfütterung:
- eine Woche täglich 30 g Zink, das Mineralfutter setzen Sie in dieser Woche aus,
- eine Woche Mineralfutter ohne Zink,
- im Wechsel weiter, bis die Packung aufgebraucht ist, das sind ca. 8 Wochen.
So vermeiden Sie eine Überversorgung. Ob Ihr Pferd zusätzlich Zink braucht, zeigt am besten ein aktuelles Blutbild vom Tierarzt. Liegt ein Mangel vor, richten sich Menge und Dauer danach.
Juckreiz, Schuppen, stumpfes Fell? Dafür gibt es viele mögliche Ursachen, etwa Parasiten, Allergien oder Pilze. Lassen Sie Ihr Pferd zuerst tierärztlich untersuchen. Bei stumpfem Fell lohnt sich außerdem ein Blick auf Mineralfutter und Ration.
Ihr Fahrplan für den Frühjahrsfellwechsel
- Jetzt: Ration prüfen. Reicht das Heu, gibt es ein gutes Mineralfutter? Gegebenenfalls eine Heuanalyse machen.
- Ab Mitte Dezember/Anfang Januar: Leinöl-Kur starten, bei Bedarf Biotin Plus oder Zink ergänzen.
- Im Fellwechsel: täglich putzen, das regt die Durchblutung der Haut an. Pferde ohne Decke nicht zu gründlich putzen, der Talg im Fell schützt vor Regen.
- Immer: Fällt die Leistung ab, gönnen Sie Ihrem Pferd eine Trainingspause.
Alle Produkte finden Sie in der Produktwelt Pferd: Haut, Fell & Hufe.
Häufige Fragen zum Fellwechsel beim Pferd
Wenn Sie Zink ergänzen, empfehlen wir die Schaukelfütterung: eine Woche täglich 30 g Zink ohne Mineralfutter, eine Woche Mineralfutter ohne Zink, im Wechsel, bis die Packung aufgebraucht ist (ca. 8 Wochen).
Ein aktuelles Blutbild vom Tierarzt zeigt, ob ein Mangel vorliegt. Menge und Dauer der Zinkfütterung richten sich danach.
Zink Chelat plus und Zink pur Pellets: 30 g täglich für ein 500-kg-Pferd, Ponys 10–20 g. Eine Kur dauert ca. 8 Wochen.
Die Basis sind Heu, Wasser und ein gutes Mineralfutter. Zink während des Fellwechsels und Lein mit Omega-3-Fettsäuren können die Ration ergänzen. Starten Sie für das Sommerfell ab Mitte Dezember bzw. Anfang Januar.
Juckreiz und Schuppen können viele Ursachen haben, etwa Parasiten, Allergien oder Pilze. Lassen Sie das bitte zuerst tierärztlich abklären. Bei der Ration hilft unsere kostenlose Fütterungsberatung.
Love your horse feed. Die Empfehlung in diesem Text ersetzt nicht die Beratung durch Ihren Tierarzt oder Ihre Tierärztin. Futtermittel sind keine Arzneimittel.


