Unsere Kräutermischung Lymphkräuter enthält ausgesuchte, traditionsreiche Kräuter, die den Speiseplan deines Pferdes hervorragend anreichern. Traditionsreiche Kräuter wie Birkenblätter, Brennnesselblätter und auch Zichorienwurzel stecken in dieser Kräutermischung. Keine Geschmacksverstärker oder zuckerhaltige getrocknete Früchte enthalten!
Kräuter werden in der Naturheilkunde seit Jahrhunderten begleitend eingesetzt. Für Pferde eignen sich sowohl die Fütterung als Tee, als auch das trockene Kraut. Wenn du die Kräuter als Tee aufbrühst, belasse sie in der Mischung und verfüttere sowohl Tee als auch Kräuter an dein Pferd.
Zusammensetzung
- Birkenblätter
- Schachtelhalm / Zinnkraut
- Zichorienwurzel (Wegwarte)
- Steinklee
- Brennnesselblätter
- Ringelblumenblüten

Das Lymphsystem
Das Lymphsystem ist ein ausgeklügeltes Gefäßsystem im Körper. Es gehört nicht wirklich zum Herz-Kreislauf-System, ist diesem aber intensiv sowohl anatomisch als auch funktionell verbunden. Um zu verstehen, was Aufgaben sind, sollte zuerst die Anatomie veranschaulicht
werden.
Das Herz-Kreislauf-System besteht aus zwei großen Schenkeln: dem arteriellen Schenkel, der das Blut vom Herzen aus in den Körper umpt und dem venösen Schenkel, der es vom Körper einsammelt und zum Herzen zurückleitet. Dazwischen befindet sich das Kapillarnetz der Kapillarbett, welches jede Zelle, jedes Gewebe und jede Struktur durchdringt. Dies ist der Ort, an dem Stoffaustausch stattfindet: wo Nährstoffe, Sauerstoff, hormonelle Botenstoffe, etc. aus dem Blut austreten, um zu den Zellen zu gelangen und gleichzeitig Stoffwechsel- endprodukte von den Zellen ins Blut abgegeben werden, um weiter zu anderen Zellen und Geweben, oder zur Ausscheidung zu Leber und Nieren transportiert zu werden.
Das Lymphsystem beginnt nun genau an diesem Ort: im Kapillarnetz. Dort befinden sich die Startpunkte der kleinsten Lymphgefäße, Kollektoren genannt. Diese Kollektoren sammeln freies Gewebewasser ein, welches nicht direkt aus dem Kapillarnetz in das venöse System fließt, sondern weitestgehend frei zwischen den Zellen und Gewebeverbänden vorliegt. Diese extrazelluläre Flüssigkeit ist angereichert mit Stoffwechselendprodukten, Botenstoffen und allerhand anderer Dinge. Auch Schadstoffe, Bakterien und Viren können dort herumlungern.
Die Kollektoren des Lymphsystems fließen dann auf ihrem Weg zusammen zu kleineren und größeren Lymphgefäßen, welche, parallel zum venösen Schenkel, immer weiter zusammenfließen und schließlich im Venenwinkel zurück in das venöse System integriert werden.
Die Lymphknoten
Auf dem Weg dorthin, vom freien Gewebewasser bis zum Venenwinkel und dem Eintritt in den Blutkreislauf, durchläuft die Lymphe mehrere
Kontrollpunkte, die der Körper besonders strategisch angelegt hat.
Lymphknoten sind Punkte, in denen einerseits die Lymphflüssigkeit immunologisch durch Zellen des Immunsystems kontrolliert wird, um
Krankheitserreger zu entdecken und zu eliminieren. Andererseits tritt hier bereits etwas von der Lymphe zurück ins Kreislaufsystem über, damit das Volumen, welches das Lymphsystem transportieren muss, nicht unüberschaubar stark anwächst. Diese immunologischen Kontrollpunkte sind es auch, die ein Tierarzt gerne auf Schwellung und Schmerz untersucht, um eine Infektion im Pferdekörper festzustellen.
Anfällige Pferdebeine
Das Lymphsystem selbst besitzt keinen aktiven Pumpmechanismus, wie das im arteriellen Schenkel des Herz-Kreislauf-Systems der Fall ist.
Dort wird das Blut aktiv durch den Herzschlag und durch die Eigenbewegung der Arteriolen (Vasomotion) vorwärts transportiert. Im venösen Schenkel helfen Venenklappen und die Sogwirkung des Herzens dem Transport vorwärts. Dem Lymphsystem fehlt dies. Es besitzt ebenfalls Klappen in seinen Gefäßen, die den Rückfluss der Lymphe bremsen, jedoch gibt es kein Pumpsystem.
Deshalb sind Lymphgefäße, Venen und Arterien oft parallel geschaltet, verlaufen in sehr engem Zusammenschluss, damit die Venen und die Lymphgefäße vom Pumpmechanismus der Arterien profitieren und die Weiterleitung funktioniert. Die Lymphgefäße sind, vor allem in den Pferdebeinen, jedoch auf noch eine weitere Hilfe angewiesen. Da dem Pferdebein Karpal- und Tarsalgelenks-abwärts die Muskeln fehlen – das Pferd hat einen sogenannten Sehnenfuß – muss durch die artgerechte gleichmäßige ständige Bewegung im Schritt die Lymphe aktiv nach oben gepumpt werden, unter anderem durch den Hufmechanismus.
Deshalb kommt es nicht selten vor, dass Pferde, die zu viel stehen, Lymphansammlungen in den Füßen bekommen, auch wenn erstmal noch kein struktureller Schaden am Lymphsystem besteht. Strukturelle Schäden, die zum Beispiel durch Plegmonen entstehen, durch Verletzungen, Operationen oder andere traumatische Einschnitte, bilden eine dauerhafte Schwachstelle im Lymphsystem, die durch angepasste Haltungsbedingungen, Lymphbandagen und auch durch die Fütterung optimiert gemanagt werden müssen.
Auszug aus dem Kräuterlexikon:
Birkenblätter
Birken sind Bäume, die auch bei uns als heilige Gewächse gelten und für viele volkstümliche Feste, vor allem Furchtbarkeitsfeste im Frühjahr, Verwendung finden. Sie sind auch diejenigen Bäume, die sicherlich am seltensten verwechselt werden aufgrund ihrer reinweißen Borkenfarbe. Verwendung finden neben den jungen, frisch-grünen Blättern auch die Birkenrinde. Dem Kräuterlexikon nach wirkt Birke vor
allem blutreinigend und harntreibend.

Schachtelhalm
Zinnkraut oder Ackerschachtelhalm – dieses Gewächs vermehrt sich nicht durch Blüten, ist also keine klassische „Blume“, sondern verbreitet sich durch Sporen. Früher wurden Schachtelhalme baumgroß und wuchsen in richtigen Schachtelhalm-Wäldern. Das ist
allerdings schon über 400 Mio. Jahre her. Das heutige Zinnkraut ist klein und schmal und wird traditionell in der Naturheilkunde bei Rheuma eingesetzt. Andere Einsatzgebiete sind z.B. Hautentzündungen oder Nierenleiden. Laut Kräuterlexikon wirkt Zinnkraut: blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, harntreibend.

Wegwarte – Zichorie
Zichorie, besser bekannt unter dem Namen Wegwarte, ist eine an Wegesrändern wachsende Pflanze aus der Familie der Korbblütler. Im Frühling wachsen zunächst die Blätter, im Sommer dann die sparrigen Stängel und im Spätsommer hinein bis in den Herbst blüht die Zichorie in wunderschönem Blau. Im Altertum und im Mittelalter wurde sie auch als Zauberkraut bezeichnet und findet heute noch traditionell Anwendung. Laut Kräuterlexikon wirkt die Zichorie: adstringierend, anregend, blutreinigend, entzündungshemmend.
Steinklee
Steinklee wird auch als Honigklee bezeichnet und wird traditionell als Unterstützung des Blutgefäß-Systems und des Lymphgefäß-System verwendet. Seine Heilwirkung laut Kräuterlexikon ist: blutflussfördernd, heilend für Gefäßwände, Verbesserung der Lymphzirkulation und des lymphatischen Abflusses. Steinklee gehört zur Pflanzenfamilie der Hülsenfrüchtler und wächst auf trockenen und steinigen Böden.
Es ist eine zweijährige Pflanze, die bis zu zwei Metern hoch wird und gelbe, zu langen Trauben angeordnete Blüten trägt. Traditionell wird er als Tee oder Tinktur eingenommen bei Bronchitis, Durchblutungsstörungen, Migräne und zur Verbesserung der Lymphzirkulation.
Brennnesselblätter
Die Brennnessel ist mehr als nur ein schnellwucherndes Unkraut, das den Garten übernimmt, wenn nur kurz weggesehen wird. Durch ihre Brennhaare ist sie bereits kleinen Kindern bekannt, die schnell lernen, sich von ihr fernzuhalten. Doch als Heilpflanze hat die Brennnessel eine lange und ehrenvolle Tradition. Anwendung findet sie traditionell bei Problemen der Verdauung, der Nieren oder auch bei Haut- und Haar-Problemen. Im Kräuterlexikon hat Brennnessel folgende Wirkung: blutreinigend, blutbildend, blutstillend, stoffwechselanregend, Haarwuchsfördernd. Der Brennnesselwurzel wird vor allem entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben.

Ringelblumen
Bekannt ist die Ringelblume für ihre Farbenpracht als Zierpflanze im Garten. Sie blüht leuchtend orange oder gelb. Traditionell als Heilpflanze eingesetzt bei allerhand Problemen der Haut und der Wundheilung, sowie bei Verdauungsproblemen und Frauenbeschwerden. Die Hauptanwendung sind Hautprobleme. Weitere Wirkungen der Ringelblume laut Kräuterlexikon: abschwellend, adstringierend, antibakteriell, anregend, entzündungshemmend, krampflösend, pilztötend, reinigend, schweißtreibend.
